...  und so haben sie sich präsentiert:

Uwe Finke

 

Willy Brandt und die Aussicht "mehr Demokratie wagen" zogen mich 1972 in die SPD. Bauzeichner gelernt, den 2.Bildungsweg durchlaufen, Geschichte und Politikwissenschaften studiert, Kurator einer kunsthandwerklichen Sammlung, Medizinprodukteberater, Ruheständler: ich kenne viele Facetten des Lebens. Vor Jahrzehnten der Liebe wegen vom Rhein gekommen, liegt mir der Erhalt der schönen Kannenbäckerstadt sehr am Herzen. Deshalb engagiere ich mich hier, gehöre seit 1994 dem Stadtrat an und bin seit 2004 auch Fraktionsvorsitzender. Bin Mitbegründer der Gesellschaft für Stadtgeschichte in Höhr-Grenzhausen und habe als deren Vorsitzender das Museum für Stadtgeschichte mit in Leben gerufen.

Eggert Peters

 

Im Jahr 1999 entschloß ich mich, den Kontakt zur SPD-Ratsfraktion zu suchen und in Gremien und Ausschüssen mitzuarbeiten. Ziel war es, als Dozent an der hiesigen Fachrichtung Werkstofftechnik Glas und Keramik die Belange des Keramischen Netzwerkes auch im Rat zu stärken. Dies habe ich den vergangenen Ratsperioden auch als Beigeordneter der Stadt gern gemacht!

Die Lehraufträge an der FH sind ausgelaufen, den Dienst als Hauptschöffe am Landgericht Montabaur musste ich aus "Altersgründen" quittieren, so liegen jetzt die Prioritäten wirklich zunehmend im "privaten" und "kommunalen" Bereich.

Elisabeth Dietz-Bläsner

 

Ich mag Höhr-Grenzhausen!

Inzwischen lebe ich seit über 30 Jahren mit meiner Familie hier, die Stadt ist meine Heimat geworden. Zunächst durch meinen Beruf als Keramikerin, dadurch habe ich viele wertvolle Freundschaften geschlossen.

Seit 2017 arbeite ich in meinem neuen Beruf als Sozialarbeiterin bei PAuL e.V., seitdem lerne ich die Menschen hier noch mal in ganz anderen Lebenszusammenhängen kennen.

Für den Stadtrat kandidiere ich als Mitglied der SPD, um meinen Beitrag zu leisten dafür, dass Höhr-Grenzhausen auch in Zukunft eine lebens- und liebenswerte Stadt bleibt!

Gerhard Dahm

 

Lesen, Sport und Bewegung, Mitarbeit im Kinderschutzbund und Kommunalpolitik sind in meinem Ruhestand die Dinge, die mich fit und gesund halten.

Unsere Stadt Höhr-Grenzhausen bietet alles, was man sich für einen ausgefüllten dritten Lebensabschnitt wünscht. Aber auch als Forschungs- und Bildungsstandort wird die Stadt immer attraktiver. Damit diese Stärken weiter ausgebaut werden,  möchte ich mich noch einmal aktiv in den Stadtrat einbringen, um dort meinen Beitrag zu leisten für unsere l(i)ebenswerte Stadt.

Christian Kruck

 

Ich bin 29 Jahre alt und Bauzeichner. In Höhr-Grenzhausen bin ich aufgewachsen und fühle mich schon immer hier zu Hause.
Das ist der Grund aus dem ich nach einer kurzen Auszeit wieder in die Heimat kehrte und diese nun mitgestalten möchte.
Es wird Zeit etwas zurück zu geben und die Zukunft zu gestalten.
Höhr-Grenzhausen soll weiterhin jungen Familien und auch alteingesessenen Bürgern ein zu Hause bieten.
 

Sigrid Keller

 

Meine Familie ist seit Generationen in Höhr-Grenzhausen beheimatet und auch ich lebe sehr gerne in unserer Stadt. Sie ist - wie jede andere Stadt- durch ihre Bürger und deren Engagement geprägt. Es gibt viele Bürger, die sich mit „Herzblut“ engagieren, damit unsere Stadt Lebensqualität für alle bietet, die hier wohnen, leben und arbeiten. Auch ich setze mich und meine berufliche Erfahrungen als Juristin hierfür ein und kandidiere auf Stadt- und Kreisebene. Durch Ihre Wählerstimme können auch Sie Ihren Beitrag für unsere Stadt in der Region leisten.

Necdet Cirag

 

Mein Name ist Necdet Cirag. Ich bin 61 Jahre alt, verheiratet und habe zwei Söhne.

Seit 1973 bin ich in einem global agierenden Unternehmen als technischer Angestellter beschäftigt. Zusätzlich übe ich seit 1981 die Position des Betriebsrates aus und bin seit 2009 im Gesamtbetriebsrat und später Vorsitzender des Europäischen Betriebsrates.  :

Ich war Teil des Ausländerbeirats in Höhr-Grenzhausen und des Westerwald Kreises.

Zu meinen Hobbys zähle ich das Wandern, handwerkliche Tätigkeiten, Fahrrad fahren und die Gärtnerei. Besonders wichtig aber sind mir regelmäßige Veranstaltungen mit meiner Familie.

 

Andreas Erdmann

 

Ich bin seit 30 Jahren kommunalpolitisch in Höhr-Grenzhausen tätig. Die Themen unserer Stadt sind so wichtig, dass ich mich gerne und mit viel Verantwortung  dafür engagiere. Wesentlich ist dabei der Ausgleich zwischen möglichen Gegensätzen. Die Kommunalpolitik ist das Ringen um die besten, transparenten Lösungen vor Ort. Das geht nicht ohne Kompromisse, die auszuhandeln sind. Wir müssen miteinander sprechen. 

Evelyn Schneider-Heuser

 

Krankenschwester und Bürokauffrau, 16 Jahre in der VG Höhr-Grenzhausen im Fachbereich Tourismus tätig. Als ich vor 4 Jahren in den Ruhestand ging, habe ich mich mit folgenden Worten von den Menschen verabschiedet, mit denen ich zusammen gearbeitet habe: "Alles was ich neu mache, nenne ich "Koffer packen". Nicht den Urlaubskoffer. Der Koffer ist leer und neu - für den Aufbruch in die dritte Lebensphase, für die Reise in eine spannende Zukunft. Was mir ab jetzt geschieht, nehme ich mit, oder lasse es da. Ist mir der Koffer zu schwer, nehme ich einen kleineren. Packe anders, mache Pause oder schmeiße Dinge einfach raus "Der Koffer ist neu gepackt mit Schwerpunkten für die ich mich einsetzen möchte.

 

Hartmut Pinnow

 

Sohn einer Arbeiterfamilie habe ich die Bildungschancen in der Jugend genutzt, und bin auf dem Scheid groß geworden. Nach einer Ausbildung bei der ehemaligen Volksbank Höhr-Grenzhausen eG habe ich mich später beruflich fortgebildet, und habe Erfahrung als Verbandsoberprüfer in der Wirtschaftsprüfung bundesweit gesammelt, Erfahrung im Arbeitsrecht besitze ich als ehemaliger Landesarbeitsrichter (19 Jahre) und ehemaliger Betriebsratmitglied (23 Jahre). Lebensmittelpunkt in der Vergangenheit war trotz meiner berufliche Reisetätigkeit mein Heimatort Höhr-Grenzhausen geblieben. Hier bringe ich mich u.a. kommunalpolitisch und als AWO-Vorsitzender ein. Meine Hobbys sind Reisen, Lesen, Theaterbesuche und Schalke.

Irmgard Lanzendörfer:

 

Ziel meiner Tätigkeit als Ratsmitglied ist es, die Entwicklung unserer Stadt als Keramik- und Bildungsstandort weiter zu unterstützen. Für alle Bevölkerungsgruppen soll die Stadt aber auch ein Umfeld darstellen, in dem man sich wohlfühlt und wiedererkennt. Die Innenstadt muß attraktiver, die Leerstände beseitigt werden und auch Begegnungsmöglichkeiten für alle Altersgruppen bieten. Zukunft gestalten, Einsatz zeigen für ein lebenswertes Höhr-Grenzhausen, daran möchte ich mich gern beteiligen.

Jonas Finke

 

Mein Name ist Jonas Finke. Ich bin gelernter Koch und zur Zeit stellvertretender Küchenleiter am Rhein-Ahr-Campus in Remagen. Ich bin in Höhr-Grenzhausen aufgewachsen und wohne immer noch sehr gerne hier. Mir liegt es am Herzen, dass Höhr-Grenzhausen auch in Zukunft für junge Menschen und Familien noch attraktiver wird. 

 

Stephan Bläsner

 

Keramiktechniker. Seit 25 Jahren SPD Mitglied. Verantwortung übernehmen durch  Engagement  zählt für mich zu den Eckpfeilern unserer Demokratie. Nach über 30 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit weiß ich um die Bedeutung von Vereinen für unser Gemeinwesen.  Mein Schwerpunkt liegt hierbei in der Jugendarbeit, in welcher ich seit meiner Schulzeit tätig bin.

Mittlerweile begleite ich hauptberuflich Jugendliche beim Übergang von der Schule in die Ausbildung. Keramik und Tourismus, sowie die wirtschaftliche und städtebauliche Entwicklung unserer Stadt sind weitere Schwerpunkte meiner Arbeit in Fraktion und Rat.

Angelika Dahm

 

25 Jahre habe ich die Stadtbücherei in Höhr-Grenzhausen  als Bibliothekarin geleitet und in idealer Weise Beruf und mein Hobby „Lesen“ miteinander verknüpfen können. Heute bin ich ehrenamtlich als Lesepate engagiert, um bei unseren Kleinen Leselust und –kompetenz zu fördern, und helfe bei den Aufgaben des Kinderschutzbundes in unserer Stadt mit.

Kulturelle Veranstaltungen um das Buch und Bildungsförderung gehören zum Leben unserer Stadt. Hier können wir unsere Möglichkeiten durchaus noch ausbauen, hier kann und will ich mich auch zukünftig einbringen

 

 

 

Heidi Pichler-Wilhelm

 

 

Florian Schneider

 

Nach meiner Schulzeit habe ich ein freiwilliges soziales Jahr absolviert. Anschließend eine 3-jährige kaufmännische Ausbildung abgeschlossen.

Zurzeit studiere ich Betriebswirtschaft.

Mein soziales und politische Engagement wurde mir von meinen Eltern und Großeltern in die Wiege gelegt.

Monika Julia Peters

 

Jetzt „nur noch Hausfrau“; nachdem der Hund tot und die beiden Töchter aus dem Haus waren, habe ich mich beim Kinderschutzbund und als Schöffe am Koblenzer Landgericht engagiert. Viele Jahre war ich an einer Koblenzer Buchhandlung beschäftigt, wodurch mich sicher viele noch kennen dürften.

eigentlich wollte ich gar nicht mehr auf die Liste, weil ich momentan
mit anderen Dingen beschäftigt bin. Auf einiges Drängen hin, habe ich mich doch bereit erklärt. In den letzten Jahren habe ich mich als Lernpatin beschäftigt. Momentan unterstütze ich einige "Flüchtlingskinder" bei ihren Hausarbeiten.

Sigrid Erdmann

 

Ich bin in Höhr-Grenzhausen geboren, aufgewachsen und lebe mit meiner Familie hier. Seit 30 Jahren arbeite ich im Ev. Kindergarten in Grenzhausen. Kinder liegen mir am Herzen. Sie haben jegliches Recht auf einen guten Start mit gleichen Bildungschancen in ein lebenswertes Leben. Nelson Mandela sagte einmal: „Bildung ist die größte Waffe die Welt zu verändern.“ Dafür engagiere  ich mich nach Kräften in meinem Beruf und in der Gemeinschaft.

 

Jochen Keller

 

Ich bin selbständiger Handwerker und stehe für das traditionelle Handwerk in unserer Stadt.

 

Der Ortsverein der SPD Höhr-Grenzhausen bestimmte in einer Mitgliederversammlung seine Kandidatinnen und Kandidaten für den Stadtrat, welcher am 26.Mai neu gewählt wird.

 

Vor der Wahl diskutierte man über die Themen, welche im neuen Rat angegangen werden sollen. Übereinstimmung herrschte darüber, dass bei der Schaffung von Wohnraum neue Wege beschritten werden müssen. Wir brauchen ein möglichst vielfältiges Angebot, das auch diejenigen berücksichtigt, welche sich den Bau eines Eigenheimes nicht leisten können. Bezahlbarer Mietwohnraum muss in den Fokus rücken. Damit einher soll die Innenstadtentwicklung gehen, mit dem Dreiklang „Wohnen-Arbeiten-Leben“ soll wieder „Leben in die Bude“ kommen und das Abgleiten in eine reine Schlafstadt verhindert werden. Ein Weg dazu könnte die Gründung einer kommunalen Wohnbaugenossenschaft sein, die Leerstände in der Innenstadt wären durch geeignete Fördermaßnahmen für Existenzgründer und Eigentümer zu vermindern. „Wir wollen den Donut-Effekt für unsere Stadt vermeiden“, so der allgemeine Tenor der Versammlung, keinen Speckgürtel am Stadtrand und Leere im Inneren. Neben der Forderung nach einem Fahrradwegenetz, mit Möglichkeiten in Richtung Rheinebene, wurde auch angeregt, den Antrag der SPD erneut zu stellen, einen Grünschnittsammelplatz einzurichten. Die Ergebnisse der ausgiebigen Diskussion sind auf der Homepage des SPD-Ortsvereines nachzulesen.

 

Die Wahl der Bewerberinnen und Bewerber für den Stadtrat ergab folgende Reihung:

 

1. Uwe Ch. Finke                                        14. Stephan Bläsner,

2. Prof. Eggert Peters                                 15. Angelika Dahm

3. Elisabeth Dietz-Bläsner                           16. Heidi Pichler-Wilhelm

4. Gerhard Dahm                                        17. Florian Schneider

5. Detlef Lötschert                                       18. Anne Klein-Ape

6. Christian Kruck                                        19. Monika Julia Peters

7. Sigrid Keller                                             20. Sigrid Erdmann

8. Necdet Cirag                                            21. Jochem Keller

9. Andreas Erdmann                                    22. Walter Burg

10. Evelyn Schneider-Heuser                       23. Marie Keller

11. Hartmut Pinnow                                       24. Max Bläsner

12. Irmgard Lanzendörfer

13. Jonas Finke

 

 Angeführt wird die Liste von zwei erfahrenen Kommunalpolitikern: Uwe Ch. Finke gehört dem Stadtrat seit 1994 an und ist langjähriger Fraktionsvorsitzender, Prof. Eggert Peters fungiert schon seit 15 Jahren als Beigeordneter. Die gesamte Liste zeichnet sich aus durch eine gute Mischung von erfahrenen und neuen Kandidatinnen und Kandidaten, die sich alle gerne für das Wohl der Kannenbäckerstadt einsetzen wollen. Erfreulich ist, dass sich genügend Bewerberinnen und Bewerber gefunden haben, so dass eine Mehrfachbenennung vermieden werden konnte.

Uwe Chr. Finke

für den Kannenbäckerland-Kurier

 

Uwe Ch. Finke

 

Anfänge der Sozialdemokratie in Höhr-Grenzhausen

 

Im letzten Drittel des 19.Jahrhunderts zeichnete sich auch in Höhr und Grenzhausen wie in ganz Deutschland eine neue Arbeitswelt ab. Im keramischen Bereich kam es zur Gründung von Fabriken (Siderolithwarenherstellung). Da entsprechende Arbeitskräfte fehlten, warb man Fachkräfte aus dem mitteldeutsch-böhmischen Raum an. Diese brachten vermutlich sozialdemokratisches Gedankengut mit.

 

Amtlich festgehaltene Aktivitäten  von „Sozis“ ( neben den Stimmen zu den  Reichtagswahlen 1890 und 1893, bei denen die SPD in den hiesigen Wahlbezirken einige Stimmen errang) stammen aus den Jahren 1894 und 1895. So meldete der Kannenbäckergeselle Josef Breiden als Vorsitzender des hiesigen  Arbeitervereines eine öffentliche Versammlung an, berichtete der Höhrer Bürgermeister besorgt an den königlichen Landrat.

 

Der hatte noch im März 1894 an das Regierungspräsidium nach Wiesbaden gemeldet:

 

„ Die Sozialdemokraten hatten keine Versammlung berufen und auch sonst keine Tätigkeit entfaltet, welche Anlaß geben könnte zu irgend einer Erörterung. Von den Arbeitgebern sind keine Schritte zur Hebung der Lage des Arbeiterstandes unternommen worden. Zur Zeit ist auch ein solches Vorgehen gar nicht zu erwarten, denn bei der gedrückten Lage der Industrie müssen die Arbeiter es als eine Wohltat ansehen, wenn sie nicht entlassen werden und unter bescheidenen Verhältnissen weiter arbeiten dürfen.“

 

Die Sorglosigkeit der Behörde schien sich schon im März 1895 aufgelöst zu haben, denn die Versammlung, zu der der Kannenbäckergeselle Paul Trees mit den sozialdemokratischen Redakteuren Hoeh und Vetters aus Frankfurt im Gasthaus Helten geladen hatte, wurde durch den Gendarmen aufgelöst. Begründung war die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und die Unterbindung von Diskussionen.

 

Die Reichstagswahlen 1898 ergaben in Hillscheid 27, in Höhr 154, in Grenzhausen 53 und in Grenzau 1 Stimme für die SPD.

 

1907 streikten in Höhr und Grenzhausen die Steinzeugdreher, der erste Streik im Kannenbäckerland überhaupt. Ein Jahr später, 1908. forderte der kgl. Landrat den Höhrer Bürgermeister Gerhards auf:

 

„ Nach dem kürzlich eingereichten Jahresbericht über den Stand der sozialdemokratischen und anarchistischen Bewegung, sollen in der Gemeindevertretung in Höhr sich 6 Sozialdemokraten befinden. Ich ersuche um eine gefällige Angabe, ob diese Personen tatsächlich als Angehörige der Sozialdemokratie angesehen werden.“ Der Höhrer Beigeordnete August Hanke antwortete: „Dem Herrn Landrat mit der ergebensten Bemerken zurückgesandt, daß die Mitglieder der dritten Klasse der Gemeindevertretung: Josef Breiden, Franz Hammer, Carl Trees, H. Stendebach, Eduard Mono, Joh. Mayer mit als Sozialdemokraten anzusehen sind, als dieselben bei den Landtags- und Reichstagswahlen sozialdemokratische Kandidaten wählen. Ihrer Gesinnung nach sind aber wohl nur Breiden, Hammer und evtl. noch Trees und Stendebach eingefleischte Sozialdemokraten, während die anderen gemäßigte Leute sind. Breiden und Hammer sind Vorsitzende der hiesigen Zahlstellen der sozialdemokratischen Töpfer- bzw. Porzellanarbeiter-Gewerkschaften. In communalen Sachen geben alle 6 meist einheitlich nach anscheinend vorausgegangenen Fraktionsbeschlüssen vor. Ihre Tätigkeit ist vorwiegend pessimistischer kritischer Natur, ist aber seither m.E. für die Gemeinde vielfach nur nützlich gewesen.“

 

Die Erwähnung dieser sechs „Sozis“ im Überwachungsbericht 1908 sehen wir hier in Höhr-Grenzhausen als offiziellen Beginn der Sozialdemokratie in der Kannenbäckerstadt an

 

Auch 1910 meldete Bürgermeister Dr. Arnold 6 Sozialdemokraten als Gemeindevertreter der 3.Klasse: neben den schon genannten Breiden, Hammer, Mayer und Trees sind es P-J. Kamp, K.G. Marzi.